Prinzessinnen waren einmal...

Da war doch noch etwas das ich unbedingt schon längst mal erledigt haben wollte.... Ach jaaaaaaaa, die Wanduhr der Fräuleins! Damals hochaktuell, heute ist die das nur noch mit nem Tuch drüber oder ner Menge Staub drauf. Hauptsache man sieht sie nicht mehr :D Sie hing da aber auch unauffällig oben an der Wand. Wie auch immer sie das gemacht hat dass sie bis jetzt nicht dran glauben mußte. Ich weiß es nicht. Aber in jedem Fall hat die Uhr Schuld!

Aber ab heute ist Schluß damit.
AUS! ENDE! Nix mehr Prinzessin!

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Also pflückte ich mir das gute Stück von der Wand, starrte sie an und überlegte, was ich damit wohl anstellen könnte. Ich gebe zu, besonders einfallsreich war es nicht, aber die Fräuleins haben das Ergebnis mit einem freudigem Quietschen gefeiert.

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Zuerst mußte ich die Uhr in ihre Einzelteile zerlegen. Ich liebe es Dinge auseinanderzunehmen :D Also Batterie raus, Schrauben raus, Rahmen ab, Zeiger ab (aber vorsichtig!) und Uhrwerk raus.
Als nächstes hab ich den Durchmesser der Uhr ausgemessen. Dabei stellte ich fest, dass ich einen zu kleinen Drucker hab. Hätten die Hersteller des Druckers nicht darauf achten können, dass ein neues Uhrenziffernblatt für die Uhr größer ist? Der Durchmesser der Uhr machte einen einfachen Ausdruck eines neuen Ziffernblattes jedenfalls unmöglich. Ich hätte stückeln müssen, das wollte ich nicht. Also brauchte ich einen anderen Plan.

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Ich brauchte großes stabiles weißes Papier. Kann man kaufen, muss man aber nicht. Ich mag es nicht wenn ich für meine Ideen extra Geld ausgeben muß. Da fiel mir der Kalender ein den mir die Fräuleins mal angeschleppt haben.
Die zwei denken ja mit, sie meinten damals: "Hier, auf der Rückseite kann man malen und Pappe zum Basteln ist auch dran." Und tatsächlich, das war die Idee :D Ich schnappte mir den alten Kalender. Mit dem Zirkel zeichnete ich einen Kreis in der Größe des Ziffernblattes auf das Blatt, schnitt es aus und freute mich immernoch darüber den Kalender nicht weggeworfen zu haben.

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Das Ziffernblatt teile ich dann wie sich das gehört mit nem Geodreieck in 12 Abschnitte ein. Immer im Abstand von 30° wurde ganz unauffällig die Stellen markiert an denen die neuen Zahlen hinkommen sollen. Schöne und gleichmäßige Zahlen zu malen ist ganz schön schwer wenn man das im Kreis machen muß. Daher druckte ich mir eine Vorlage für die Zahlen aus und übertrug sie mit altmodischem Kohlepapier auf das neue Ziffernblatt.

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Die Zahlen malte ich dann mit einem wasserfesten Stift ganz vorsichtig aus. In meinem Fall war es ein einfacher CD-Marker. Nun brauchte ich sämtliche Bleistiftmarkierungen auf dem Ziffernblatt nicht mehr. Leider radierte es sich ganz schön schlecht auf dem glatten Kalenderpapier. Hätte ich auch vorher mal drüber nachdenken sollen. Aber egal, angefangen ist angefangen :D

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Mit Aquarellstiften bekam dann das Ziffernblatt sein neues Aussehen. Zuerst wässerte ich das ganze Papier damit es überall gleichmäßig nass ist und sich ausdehnt. Nach dem Trocknen wird es dann nicht so wellig sein. Da die Ziffern ja wasserfest sind war das auch kein Problem. Mit dem Pinsel nahm ich die Farbe von den Stiften ab (Einfach mit dem nassen Pinsel über die Stiftspitze streichen) und kümmerte mich als erstes um den Hintergrund. Als der getrocknet war kam das Hauptmotiv an die Reihe. Das habe ich einfach mal drauflos gemalt.

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Und ja, es ist doch ganz hübsch geworden für so mal eben :D
Das Loch in der Mitte für die Zeiger mache ich wenn alles festgeklebt ist.

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Nun mußte nur noch das neue Ziffernblatt auf das alte geklebt werden. Dafür habe hab ich ganz normalen Bastelleim genommen. Den Kleber hab ich mit nem dicken Pinsel schön über die ganze Fläche verteilt, weil sich auch hier wieder das Papier wellen wird. Dann das neue Ziffernblatt schön fest anrücken, vor allem an den Rändern.

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Ganz zum Schluß wird alles noch wieder gut zusammengeschraubt. Das Papier ist wie erwähnt noch wellig vom Kleben, wenns trocken ist wird sich das wieder geben.

FERTIG :D

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